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''Aus der Zuneigung wurde echte Liebe''
''Aus der Zuneigung wurde echte Liebe''
Antonio Prosperati

Jede Woche berichtet sport.ch EA SPORTS-Experte Antonio von seinen Erlebnissen und den neusten Trends aus der virtuellen Welt. Hier erfahren Sie, wie seine Leidenschaft begann.

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Antonio Prosperati und ich bin der sport.ch EA SPORTS Reporter. Ich kann mich noch genau erinnern, als ich das erste Mal „gezockt“ habe – es war irgendwann 1987. Mein Vater kam von der Arbeit mit einem Kasten nach Hause, drauf stand in grossen Buchstaben ATARI. Und so nahm meine Geschichte ihren Lauf.

Mein erstes Spiel war eine Art Fussballspiel. Wer jetzt gleich Bilder von FIFA vor dem geistigen Auge präsentiert bekommt, der irrt sich gewaltig. Das komische Fussballspiel bestand aus drei verpixelten Männchen, die sich ständig von links nach rechts und zurück bewegten und einen quadratischen Ball kickten.  Ja, so war das damals. Für heutige Standards kaum vorstellbar. Jahre später stieg ich auf Nintendo um. Zuerst mit dem originalen schwarz-weiss Gameboy und dann auf die kultigste Konsole aller Zeiten: der Nintendo NES.

Aber es war ein anderes Ereignis, das mich zu dem Gamer machte, der ich heute bin. Es war 1993 als ich in der Schule einem Freund coole Spielerkarten von „Upper Deck“ abkaufte. Es waren Sammelkarten von Eishockeyspieler aus der amerikanischen NHL und man muss sich präsent halten, dass es dazumal noch kein Internet gab und die NHL in unseren Breitengraden kaum bekannt war. Ich liebte diese Sammelbilder und ich setzte sie immer ein, wenn ich auf der NES Eishockey spielte. So bekamen die namenlosen virtuellen Spieler, Namen von echten Stars und das gab dem Spiel einen gewissen Realitätsgrad.

Mein erstes Mal: NHL Hockey!

Eines Tages passierte was Unglaubliches. Während ich bei einem Freund mit dem neuen Sega MegaDrive spielte,  entdeckte ich in seiner Spielsammlung ein Game mit der Aufschrift "NHL Hockey". Klar wollte ich das Spiel sofort austesten. Als es startete und ich sah, dass man Teams wählen konnte, die ich aus meinen Spielerkarten kannte, war ich völlig aus dem Häuschen. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich ausflippte, als die virtuellen Spieler sogar die Namen der realen Stars hatten? "Den kenne ich, den gibt es wirklich". Ich war vollkommen gefesselt.  Ja ich weiss, viele mögen jetzt denken: was soll da speziell sein? Ich war 12 und es war das Jahr 1993 und es ist kaum zu glauben, aber es gab eine Zeit in der Geschichte der Videospiele, in der die Games noch zweidimensional waren, gerade mal soviele Farben besassen, damit sie nicht als schwarz-weiss galten und die Controller nur über den Steuerungskreuz und 2 Tasten verfügte.

Aber zurück zu meiner Geschichte: Klar, meine Zuneigung für die virtuelle Welt war schon vorher entstanden, aber an diesem Tag, als ich das erste Mal ein NHL von EA SPORTS zu sehen bekam, wurde aus der Zuneigung echte Liebe. Damals  konnte ich es kaum erwarten, wenn ich von diesem Kollege für die Dauer der Winterferien seine Konsole ausleihen durfte. In dieser Zeit entstand eine feste Bindung zu EA SPORTS und den klassischen Sportspielen. Ich  lernte EA SPORTS kennen, da waren wir beide sozusagen noch Kinder. Im Laufe der Zeit wuchsen wir und wir veränderten uns, aber blieben uns all die Jahre treu. Wie oft feierte ich FIFA Partys mit Freunden: in meinem kleinen Zimmer herrschte Stadionstimmung vom feinsten. Ach ja, die guten alten Zeiten. Ich kenne heute noch Menschen, die jedes einzelne FIFA Spiel, das sie je besessen haben, nach wie vor wie einen wertvollen Schatz hüten und beschützen.

Von Anfang an dabei: ein Stück EA Sports Geschichte

Mit der Entwicklung der Konsolen, veränderten sich auch die Spiele. Aus den zweidimensionalen VGA Spielen, entstanden buntere und sogar dreidimensionale Games. Ich kann mich heute noch an FIFA 96 und der sagenumworbene Virtual Stadium Technologie erinnern. Die Kamera frei bewegbar im Stadion? Eine unglaubliche Sache! Fragt mich ja nicht, was sonst in meinem Leben 1996 passierte, ich weiss es nicht mehr. Ich weiss aber, dass  dazumal der erste Schritt in Richtung moderne Sportspiele gemacht wurde und das werde ich wohl nie vergessen.


Heute bin ich 28 Jahre alt, bin verheiratet und habe einen Sohn. Meine Liebe zu den Videospielen? Die ist immer noch präsent und stärker denn je. Die Spiele mögen sich verändert haben, aber sie sind noch da und sie werden noch da sein, um auch die nächste Generation an Gamer zu begleiten. Der Slogan spricht Bände: EA SPORTS - It’s in the Game.

Von Antonio Prosperati

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