Mitte Februar waren sie nur ein Mitläufer in der Nordamerikanischen Eishockey-Liga und drohten die Play-Offs zu verpassen - vier Monate später sind die Pittsburgh Penguins NHL-Meister.
Mit einem 2:1-Sieg im siebten und entscheidenden Finalspiel bei den Detroit Red Wings entthronten die Pinguine den Titelverteidiger und gewannen zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte und erstmals seit 1992 wieder die älteste Mannschafts-Trophäe der Welt.
Zugleich revanchierten sie sich für die Niederlage im Vorjahres- Finale, als sie die Endspielserie gegen Detroit mit 2:4 verloren hatten. "Das ist unglaublich. Davon träumt in Kanada jedes Kind", jubelte Pittsburghs Sidney Crosby, als er den knapp 16 Kilogramm schweren Cup gen Hallendecke stemmte. Der Kanadier ist mit 21 Jahren der jüngste Kapitän, der je ein Team zum NHL-Titel führte.
Evgeni Malkin zum MVP gewählt
Matchwinner waren jedoch weder Crosby noch Evgeni Malkin, der zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt wurde, sondern Maxime Talbot. Der 25-Jährige erzielte in der 22. und 31. Minute beide Treffer für die Gäste. Die Penguins sind erst das dritte Team überhaupt, das das Kunststück fertigbrachte, den Titel im siebten Spiel auswärts zu gewinnen.
Detroit setzte indes den Finalfluch fort. Seit der Meisterschaft der Red Wings 1998 konnte kein Team den Titel mehr verteidigen - und das, obwohl Detroit in der Finalserie bereits mit 3:2 geführt hatte. Zwar hatten die Gastgeber in der ausverkauften Joe Louis-Arena ein Chancenplus, kamen aber lediglich in der 53. Minute durch Jonathan Ericsson zum Ehrentreffer.
In der 58. Minute traf Niklas Kronwall nur die Querlatte. "Wir hatten unsere Chancen, aber die Penguins haben auch sehr gut gespielt", betonte Detroits Kapitän Nicklas Lidström. Pittsburgh ist durch den Titelgewinn seiner Penguins in diesem Jahr die erfolgreichste Sportstadt der USA. Bereits am 1. Februar hatten die Pittsburgh Steelers die Superbowl der National Football-League NFL gewonnen.