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Marathon: Radcliffe-Drama und Rumänien-Sieg
Marathon: Radcliffe-Drama und Rumänien-Sieg
Paula Radcliffe: Wetten, dass sie es 2012 in London nochmals versucht?

Der Olympia-Marathon der Frauen endete mit einer Überraschung. Die bereits 38-jährige Rumänin Constantina Tomescu-Dita siegte in 2:26:44 Stunden überlegen.

Bei Kilometer 30, wo gemäss Aussagen vieler Experten der Marathon erst beginnt, erschien die Mutter eines 13-jährigen Sohnes bereits mit 57 Sekunden Vorsprung. Statt des erwarteten Einbruchs folgte eine Demonstration der ehemaligen Handballerin. An der 35-km-Marke betrug der Rückstand der Verfolgerinnen gar 1:10 Minuten und 2 km vor dem Ziel waren es noch 60 Sekunden.

In der Verfolgergruppe geriet Weltrekordhalterin Paula Radcliffe als erste Läuferin in Schwierigkeiten. Von Krämpfen geplagt, musste die Britin kurz vor dem Ziel noch Stopps für Dehnungsübungen einlegen. Sie wurde mit fast sechs Minuten Rückstand 23.

Silber ging vor dem frenetischen Publikum im "Vogelnest" an Weltmeisterin Catherine Ndereba (Ken), die Zhou Chunxiu (China) im Spurt auf den Bronzeplatz verwies. Ndereba hatte sich bereits in Athen 2004, wo die Bedingungen wesentlich brutaler gewesen waren, mit Silber begnügen müssen. Bei 23 Grad Celsius, leichtem Regen und für Pekinger Verhältnisse sauberer Luft wurde der Lauf durch die Innenstadt nicht zum befürchteten Gesundheits-Risiko.

Einst Silber hinter Weyermann

Tomescu-Dita errang mit Olympia-Gold ihren ersten grossen Sieg. 1999 war sie erstmals international in Erscheinung getreten. An den Cross-EM in Velenje (Sln) stand ihr über die kurze Distanz nur die inzwischen zurückgetretene Anita Weyermann vor der Sonne. Ihr bislang bestes Marathon-Jahr gelang der mit ihrem Trainer verheirateten Athletin 2005. Damals gewann sie WM-Bronze und wurde in den Marathons von London und Chicago jeweils Zweite.

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