01.07.2009
Drei Schweizer Teams in der K.o.-Phase

Simone Kuhn in Aktion.
Die K.o.-Phase der Beachvolleyball-WM in Stavanger findet mit der Beteiligung von drei Schweizer Teams statt. Nach Sascha Heyer/Patrick Heuscher und Isabelle Forrer/Sarah Schmocker schafften auch Simone Kuhn/Nadine Zumkehr den Sprung in die Top 32.
Heyer/Heuscher schlossen die Vorrunde mit dem Punktemaximum und ohne Satzverlust ab. In ihrem dritten Gruppenspiel gegen die Norweger Björn Maaseide/Iver Horrem konnten sie trotz 21:19, 21:17-Sieg aber nicht überzeugen. "Wir haben unsere weisse Weste behalten", sagte Heuscher, "mehr aber nicht. Zufrieden können wir mit diesem Auftritt nicht sein." Sascha Heyer betonte, es sei schwer, mit vollem Elan zu spielen, "wenn du schon vorher als Gruppensieger feststehst. Dieses Spiel haken wir als Durchgangsstation ab." Im Sechzehntelfinal treffen "He/He" erstmals auf die heuer neu formierten Norweger Tarjei Skarlund/Martin Spinnangr, die sich als eines von acht Duos als Gruppendritte qualifizierten.
Gabathuler/Wenger Letzte
Philip Gabathuler und David Wenger haben auch das letzte Spiel ihrer gemeinsamen Zeit verloren und sind als Gruppenletzte sang- und klanglos ausgeschieden. Die ehemaligen Studenten-Weltmeister verloren gegen die Kasachen Kulinitsch/Djatschenko mit 1:2 (21:15, 26:28, 13:15). Gabathuler wird bereits ab Montag in Gstaad mit Jan Schnider zusammenspielen, Wenger lässt seine Hüfte operativ behandeln.
Kantersieg für Kuhn/Zumkehr
Simone Kuhn und Nadine Zumkehr sorgten in Stavanger für einen Rekord. Im ersten Satz gegen die Griechinnen Koutroumanidou/Agripoulou liessen die Schweizerinnen nur gerade fünf (!) Gegenpunkte zu. Dabei gelangen Nadine Zumkehr zum Satzende zehn Aufschlagpunkte in Folge, was ebenfalls WM-Rekord bedeuten dürfte. Am Ende gewannen sie 21:5, 21:14 und zogen als Gruppenzweite in die erste K.o.-Runde ein.
"Damit haben wir das erreicht, was wir uns als Minimum vorgenommen haben", sagte Kuhn. "Wenn wir so weiter spielen, ist noch mehr drin." Nur im zweiten Satz, als Kuhn/Zumkehr schnell mit 8:3 in Führung gingen, schlich sich kurzfristig der Schlendrian ein. Zumkehr: "Genau das wollten wir eigentlich verhindern. Es war wichtig, dass wir uns wieder gefangen und das Spiel am Ende wieder klar beherrscht haben." Gegen die Chinesinnen Xue Chen/Zhang Ying wird trotz des klaren Siegs eine Steigerung nötig sein, um gegen Konkurrentinnen von einem anderen Kaliber das Ausscheiden zu vermeiden. Xue gewann mit ihrer vorherigen Partnerin Zhang Xi 2008 in Peking Olympia-Bronze, ein Jahr zuvor wurde sie an der WM in Gstaad Vierte.
Isabelle Forrer und Sarah Schmocker, die ihre Vorrunden-Gruppe als Zweite abgeschlossen haben, bekommen es heute (Donnerstag) mit den für Georgien spielenden Brasilianerinnen Christine Santanna/Andrezza Martins das Chagas zu tun. Offiziell nennen sich die Olympia-Teilnehmerinnen von Peking "Saka" und Rtvelo", was zusammengesetzt Georgien auf georgisch ergibt. Für Muriel Grässli und Sarah Schmockers Zwillingsschwester Tanja Guerra-Schmocker endete das Turnier nach der dritten Zweisatz-Niederlage (gegen die Ukrainerinnen Oschejko/Baburina) wenig überraschend im geteilten 37. Schlussrang.
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