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02.07.2009 Tirunesh Dibaba liess 5000-m-Duell platzen![]() Tirunesh Dibaba startet nicht In Oslo geht heute die zweite Etappe der sechsteiligen Golden League über die Bühne. Nach dem Auftakt in Berlin sind mit Jelena Isinbajewa (Stab), Sanya Richards (400 m) und Kenenisa Bekele (5000 m) noch drei Topfavoriten im Rennen um den Millionen-Jackpot. Geplatzt ist das mit Spannung erwartete 5000-m-Duell zwischen den beiden Äthiopierinnen Tirunesh Dibaba (24) und Meseret Defar (25), nachdem Dibaba gestern Donnerstag kurzfristig ihren Start absagte. Neben den Auftakt-Siegern der zehn Golden-League-Disziplinen -- es fehlt nur die deutsche Hochspringerin Ariane Friedrich -- erweisen aber mit Asafa Powell (100 m), Christine Ohuruogu (400 m), Lolo Jones (100 m Hürden), Blanka Vlasic (Hoch) und Carolina Klüft (Weit) diverse weitere Top-Stars der internationalen Leichtathletik den Bislett Games die Ehre. Als einziger Athlet von Swiss Athletics ist der Speerwerfer Stefan Müller im Einsatz. Für den Winterthurer ist Norwegen ein gutes Pflaster. Dank seiner starken Leistung vor knapp zwei Wochen an der Team-EM in Bergen, wo er sich mit 79,08 m das WM-Ticket gesichert hatte, fand er Unterschlupf im Weltklasse-Feld der Bislett Games. Nach seinem missglückten Auftritt unter der Woche in Lille (74,18 m) trifft er im hohen Norden unter anderen auf Olympiasieger und Lokalmatador Andreas Thorkildsen, Weltmeister und Berlin-Sieger Tero Pitkämäki (Fi) sowie auf den Jahresbesten Vadims Vasilevskis (Lett). Olympia-Revanche über 400 m Von Isinbajewa, Richards und Bekele, den meistgenannten Favoriten für den Millionen-Jackpot, dürfte die russische Überfliegerin Isinbajewa auch in Oslo ungefährdet sein. Da die Weltsportlerin des Jahres 2008 aufgrund der Golden League für ihre Verhältnisse früh in die Saison eingestiegen ist, hat sie ihre Topform (zuletzt 4,83 m in Berlin) noch nicht erreicht. "Ich will höher springen als in Berlin. Was möglich ist, hängt auch von den Bedingungen und den Zuschauern ab", sagte die 26-fache Welrekordhalterin, die in den letzten drei Wochen in Donezk im Training vor allem an ihrer Technik gefeilt hat. Sanya Richards, die seit Zürich 2004 kein Golden-League-Rennen über 400 m verloren hat, trifft in Skandinavien auf wesentlich stärkere Gegnerinnen als in Berlin. Weltmeisterin und Olympiasiegerin Christine Ohuruogu (Gb) hat in Oslo einen ihrer seltenen Starts geplant. Ebenfalls mit von der Partie ist Sherika Williams (Jam), die Richards bei den Olympischen Spielen in Peking die Silbermedaille wegschnappte. Mit der Hochspringerin Blanka Vlasic ist eine der meistgenannten Favoritinnen auf den Jackpot bereits gescheitert. Die Kroatin verlor in Berlin das hochstehende Duell gegen die Deutsche Ariane Friedrich. Für Vlasic, die 2007/08 33 Siege in Folge gefeiert hatte, war es bereits die vierte Niederlage in Serie an einem wichtigen Wettkampf. Nachdem sie in Peking Tia Hellebaut (Be) unterlegen war, verhinderte Friedrich mit dem Sieg zum Abschluss der letztjährigen Golden League in Brüssel Vlasics Partizipation am Jackpot. Und auch an der Hallen-EM in Turin konnte die Weltmeisterin von 2007, die in den vergangenen drei Jahren Oslo als Siegerin verliess, nicht reüssieren. Dibaba liess 5000-m-Duell platzen Neben den Golden-League-Disziplinen verspricht vor allem der 5000-m-Lauf der Frauen Spektakel. Zwar kommt es nicht zum angekündigten Aufeinandertreffen zwischen Tirunesh Dibaba (25) und Meseret Defar (24), den Dominatorinnen der Langstrecken in den vergangenen Jahren, durch Dibabas kurzfristigen Verzicht steigen jedoch die Chancen auf eine schnelles Rennen, das nicht von der Taktik geprägt ist. Die Frage, ob nach 2007 und 2008 ein neuerlicher Weltrekord über 5000 m möglich sei, liess Defar offen. "Ich werde mein Bestes geben", sagte die zierliche 25-Jährige aus Addis Abeba. Im letzten Jahr hatte ihr Dibaba an den Bislett Games mit einer Zeit von 14:11,15 Minuten den Weltrekord entrissen, den Defar 2007 in Oslo aufgestellt hatte. Auch an den Olympischen Spielen in Peking zog die Weltmeisterin von 2007 gegen die knapp zwei Jahre jüngere Dibaba den Kürzeren. Über Dibabas Grund für den Verzicht auf einen Start in Oslo gibt es keine exakten Angaben. Laut ihrem Management habe sie sich am Dienstagabend eine leichte Verletzung zugezogen -- nachdem sie kurz zuvor dem Veranstalter noch definitiv zugesagt hatte. Europa-Premiere von Asafa Powell Zum ersten Mal in diesem Jahr tritt 100-m-Läufer Asafa Powell (Jam) in Europa an. Seit den Fabelweltrekorden seines Landsmannes Usain Bolt über die Sprintdistanzen an den Olympischen Spielen in Peking ist es um den ehemaligen Weltrekordhalter über 100 m ruhig geworden. Am vergangenen Wochenende stand Powell an den jamaikanischen Trials zwar erneut im Schatten von Bolt, lief aber trotz leichtem Gegenwind erstmals in diesem Jahr unter zehn Sekunden (9,97). In Oslo, wo Powell 2006 und 2007 gewonnen hatte, trifft er u.a. auf Daniel Bailey, den Sieger von Berlin, und auf den Olympia-Vierten Churandy Martina, der in dieser Saison auch schon 9,97 lief. von Christian Finkbeiner (Si) Golden League. Im Jackpot verblieben. Männer. 100 m: Daniel Bailey (Antigua). -- 400 m: Chris Brown (Bah). -- 5000 m: Kenenisa Bekele (Äth). -- 110 m Hürden: Dexter Faulk (USA). -- Speer: Tero Pitkämäki (Fi). -- Frauen. 100 m: Kerron Stewart (Jam). -- 400 m: Sanya Richards (USA). -- 100 m Hürden: Damu Cherry (USA). -- Hoch: Ariane Friedrich (De). -- Stab: Jelena Isinbajewa (Russ). |
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