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Alberto Contador meistgenannter Favorit
Alberto Contador meistgenannter Favorit
Contador 150_180

Der meistgenannte Favorit für den Gesamtsieg in der am Samstag in Monaco beginnenden Tour de France heisst Alberto Contador. Die Zahl der Gegner des Spaniers ist aber ausnehmend gross. Ein Anwärter aufs erste Leadertrikot ist Fabian Cancellara.

Die grösste Rundfahrt der Welt beginnt im Fürstentum mit einem anspruchsvollen Einzelzeitfahren über 15,5 km. Teile der Strecke führen über den Formel-1-Parcours; den Sportgruppen stehen die Boxen der Autorennställe zur Verfügung.

Das Zeitfahren sei nicht auf die Spezialisten zugeschnitten, sondern sei etwas für stakre Athleten, hält Tour-Direktor Jean-François Pescheux fest. Damit rückt Fabian Cancellara in den Vordergrund, der nach einem missglückten Saisonauftakt in den letzten drei Wochen zu einer ausgezeichneten Verfassung gefunden hat, wie dies der Triumph in der Tour de Suisse und der Gewinn des Schweizer Meistertitels auf der Strasse verdeutlichen.

Falls Cancellara das Zeitfahren für sich entscheidet, stehen die Aussichten gut, dass er das begehrte Maillot jaune wie schon 2007 sieben Tage lang tragen wird. 2004 war der Olympiasieger nach 48 Stunden als Leader entthront worden. Die Tour de France zieht südwestwärts ohne grosse topografische Schwierigkeiten weiter. Cancellaras Team Saxo Bank wird im Mannschaftszeitfahren am vierten Tag eine führende Rolle spielen. Erst nach dem Abstecher nach Spanien schlägt die Stunde der Kletterer.

Cancellara wird sich dannzumal in die Dienste von Andy und Fränk Schleck stellen und sich so für den Einsatz der beiden Luxemburger zu seinen Gunsten in der Tour de Suisse revanchieren. Sie zählen ebenso zu den Herausforderern von Alberto Contador wie der zweifache Zweite Cadel Evans (Au), Christian Vandevelde (USA), der letztjährige Dominator Carlos Sastre (Sp), Roman Kreuziger (Tsch) oder der Giro-Sieger Denis Mentschow (Russ), dem als erstem Fahrer seit Marco Pantani (It) im Jahre 1998 das Double gelingen könnte.

Doch die ganze Aufmerksamkeit gilt Alberto Contador, dem Tour-Sieger von 2007, der letztes Jahr auf Frankreichs Strassen nicht dabei war, weil die Veranstalter das Team Astana aufgrund des Dopingfalls Alexander Winokurow von der Startliste gestrichen hatten. Contador hielt sich in der letzten Saison mit Siegen im Giro und der Vuelta schadlos. In der Tour de France will der Spanier erneut beweisen, dass er der beste Rundfahrten-Spezialist der Gegenwart ist.

"Unser Captain heisst Contador. Mit seinen Leistungen hat er sich das Recht erworben, an der Spitze unserer Mannschaft zu stehen", hielt Teammanager Johan Bruyneel vor wenigen Tagen fest. Mit dieser Aussage deutete der Belgier zugleich auch die delikate Situation im Team Astana an. Mit Lance Armstrong, Levi Leipheimer (beide USA) und Andreas Klöden (De) figurieren drei weitere Fahrer im Aufgebot, die Anspruch auf eine Spitzenklassierung erheben können und denen Bruyneel möglicherweise beibringen muss, dass ihre persönlichen Ambitionen zweitrangig sind. Neben den vier "Häuptlingen" verbleiben als Helfer nur fünf "Indianer", unter ihnen der Zuger Gregory Rast. Dritter Schweizer Teilnehmer ist David Loosli im Team Lampre.

Von den 21 Etappen ist ein Drittel für das Schlussklassement von Bedeutung. Zu nennen sind die beiden Prüfungen gegen die Uhr in Monaco (1. Etappe) und Annecy (18.) sowie das Manschaftszeitfahren in Montpellier (4.). Die Kletterer treten bei den Bergankünften in Andorra-Arcalis (7.), Verbier (15.) und in Bourg-Saint-Maurice (16.) in Aktion, wo sich das Ziel nur 30 km von der Passhöhe des Kleinen St. Bernard entfernt befindet. Mit dem kahlen Berg der Provence, dem Mont Ventoux, haben die Organisatoren das ideale Szenario gefunden, um die Spannung bis am zweitletzten Tag aufrecht zu erhalten. Die Veranstalter sprechen davon, dass ihre Rundfahrt mit einem ähnlichen Knalleffekt zu Ende gehen könnte wie vor 20 Jahren, als Gred LeMond (USA) im abschliessenden Zeitfahren in Paris Laurent Fignon (Fr) den Gesamtsieg noch um acht Sekunden wegschnappte.

von Toni Nötzli (Si)

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Nein, hätte es Armstrong mehr gegönnt.

USER KOMMENTARE
'' Halb so schlimm, seine besten Leistungen bringt er sowiso nur in seinem Klub. ''
Kommentar von PIT zum Artikel
Barnetta krank: Ausfall gegen England?
'' Sehr geehrter Herr Schneiter, ich bin mit Ihrer Einschätzung gar nicht einverstanden. Shaquiri wusste in den ersten Spielen der Saison bei Basel nicht vollends zu überzeugen, was auch an sehr starken Auftritten von Tembo liegt. Im Moment Degen der stärkste rechts aussen --> befindet sich in bestechender Form Stocker überzeugt vollends und kennt zudem die Laufwege / Spielweise von Frei / Streller viel besser als Barnetta und wäre auf der Linken Seite die gefährlichere Alternative. Denn Barnetta läuft m.E. seit langem seiner Bestform hinterher. Hinten rechts würde ich am liebsten Sutter sehen, harmoniert mit Degen auch bei YB sehr gut .. ''
Kommentar von Adnoctum zum Artikel
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