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Svenja Mastroberardino
Von Svenja Mastroberardino
@sport.ch
 
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Der bulgarische Roger Federer, ein eigenwilliger australischer Teenager und ein möglicher Nachfolger von Novak Djokovic. sport.ch hat sich auf der ATP-Tour umgeschaut und präsentiert Ihnen die 5 heissesten Newcomer. Unterstützung erhalten wir dabei von Tennis-Experte Drew Lilley, dessen Blogs bei den French Open und in Wimbledon bereits Kultstatus erreicht haben.

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Viktor Troicki (23 Jahre, SRB, ATP 31): Der Novak-Djokovic-Nachfolger?

Serbien hat sich in den letzten Jahren zur Tennis-Grossmacht gemausert. Mit Ana Ivanovic, Jelena Jankovic und insbesondere Novak Djokovic verfügen die Südosteuropäer über mehrere Ausnahmekönner. Im Schatten von ''Nole'' hat sich nun ein weiteres Talent nach vorne gespielt: Viktor Troicki.

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''Vik'' ist momentan die Weltnummer 31, war im August letzten Jahres aber bereits einmal die 24. Der 23-jährige zog mit 13 Jahren nach Florida, wo er in Boca Raton an seinem Können feilte. Troicki ist ein grosser Anhänger von Andre Agassi, der ihn bereits in jungen Jahren inspirierte. Gecoacht wird der Partizan-Belgrad-Fan von Jan de Witt. Das ist jener Mann, der auch Marco Chiudinelli betreut und ihn wieder an die Weltspitze herangeführt hat. Bisher stehen zwei Turniersiege in Troickis Palmarès, weitere werden wohl bald dazu kommen.

Thiemo de Bakker (21, NED, ATP 80): Der holländische Einzelkämpfer

Nein, die Niederlande sind gewiss keine grosse Tennis-Nation. Doch immer wieder schaffen Einzelkämpfer den Sprung unter die besten Filzball-Cracks der Welt. Beispiele dafür sind Martin Verkerk, Sjeng Schalken oder Richard Krajicek. Alle mittlerweile zurückgetretenen Holländer konnten in ihren Karrieren mehrere Titel gewinnen. Nun steht einer bereit, der gerne in deren Fussstapfen treten würde. Sein Name: Thiemo de Bakker.

Der 21-jährige ist momentan mit Rang 80 so gut klassiert wie noch nie in seiner Karriere. Das erste grosse Ausrufzeichen vermochte De Bakker im vergangenen Jahr zu setzen, als er im Davis Cup völlig überraschend den haushohen Favoriten Gaël Monfils schlug. Und auch im zweiten Einzel gegen Jo-Wilfried Tsonga hielt der Niederländer gut mit und musste sich letzten Endes nur knapp geschlagen geben. Wie viele seiner Berufskollegen kann De Bakker auf eine sehr erfolgreiche Juniorenzeit zurückblicken. Er war 2006 die Nummer 1 und holte sich im selben Jahr den Titel in Wimbledon. Der erste grosse Wurf auf der ATP Tour dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Für Tennis-Experte Drew Lilley ist klar: "In Wimbledon ist ihm einiges zuzutrauen, er hat ein sehr gutes Serve- & Volley-Spiel."

Josselin Ouanna (23, FRA, ATP 121): Das James-Blake-Double

Seit dem Triumph von Yannick Noah bei den French Open 1983 wartet Frankreich auf den Gewinn eines Major-Turniers. An Talenten mangelt es unserem westlichen Nachbarland keineswegs. Namen wie Jo-Wilfried Tsonga, Gaël Monfils oder Gilles Simon werden schon länger als zukünftige Major-Sieger gehandelt. Doch auch ein anderer Franzose hat dies im Sinn: Josselin Ouanna. Die Weltnummer 121 gehört zur Gruppe der "jungen Wilden", wurde zusammen mit Monfils, Tsonga und Co. gross.

Ouannas Name dürfte nicht nur Insidern ein Begriff sein. Letztes Jahr sorgte der 23-jährige für Furore, als er in Roland Garros in der zweiten Runde den mittlerweile zurückgetretenen Marat Safin aus dem Turnier warf. Zu den grossen Defiziten des Mannes aus Tours, der in seinem Äusseren stark an James Blake erinnert, zählt gemäss Lilley (noch) die mentale Schwäche. Sollte er sich in diesem Bereich steigern können, steht einem rasanten Aufstieg nichts im Weg. Übrigens: Ouanna hat es schon einmal geschafft, Novak Djokovic zu schlagen. Das war bei einem Junioren-Turnier in Spanien und der Franzose war damals gerade einmal 12 Jahre alt.

Grigor Dimitrov (18, BUL, ATP 258): Der nächste Roger Federer?

Diesen Namen sollten Sie sich auf alle Fälle merken. Grigor Dimitrov wird in seiner Heimat bereits als der "bulgarische Federer" gehandelt. Lilley über den 18-jährigen: "Seine einhändige Rückhand ist erste Sahne und erinnert stark an jene von Roger Federer." Sowieso ist der Schweizer das grosse Vorbild des Bulgaren, dessen Ziel es ist, irgendwann einmal die Nummer 1 zu werden. Momentan steht Dimitrov auf Position 258, im letzten Jahr konnte er satte 220 Rankingplätze gutmachen.

Ausgebildet wurde der 18-jährige in der Sanchez-Akademie in Barcelona, wo ihn Pato Alvarez unter seine Fittiche nahm. Mittlerweile wird Dimitrov von Peter Lundgren gecoacht - der Schwede, der Federer zur Nummer 1 machte und mit ihm die ersten grossen Erfolge auf der Grand-Slam-Bühne feiern durfte. Major-Ehren durfte auch ''G-Force'', wie Dimitrov von seinen Kollegen genannt wird, bereits entgegen nehmen. 2008 konnte der Computerfreak die Junioren-Konkurrenzen in Wimbledon und bei den US Open für sich entscheiden. Gut möglich, dass er auch auf der Profi-Tour bald ein erstes grosses Ausrufezeichen setzen wird.

Bernard Tomic (17, AUS, ATP 289): Das Wunderkind

Er riss die australischen Fans bei den Australian Open zu Begeisterungsstürmen hin: Bernard Tomic. Der Youngster siegte in der ersten Runde in "Down Under" gegen Guillaume Rufin aus Frankreich und qualifizierte sich damit zum zweiten Mal für die zweite Runde bei den Aussie Open. Dort unterlag der Wildcard-Inhaber dem späteren Halbfinalisten Marin Cilic in einem Fünfsatz-Match nur knapp. Schon 2009 sorgte Tomic für Aufsehen, als er als 16-jähriger - so jung wie kein Spieler zuvor - ein Erstrundenmatch bei den Australian Open für sich entscheiden konnte.

Tomic ist ein geborener Stuttgarter. In seiner Juniorenzeit gewann er dreimal die Orange Bowl, eines der prestigeträchtigsten Nachwuchsturniere weltweit. Auch auf höchster Stufe wird Tomic in Zukunft wohl öfter im Rampenlicht stehen. Lilley weiss: ''Dank gegenseitigen Absprachen zwischen dem australischen und dem französischen Tennisverband dürfte Tomic auch bei den French Open eine Wildcard erhalten, auf welche er aufgrund seiner Klassierung im Moment noch angewiesen ist." Der eigenwillige Teenager - in Australien wollte er keine Night Session spielen, da er sich noch zu jung dafür fühlte - dürfte bald ein Kandidat für die Top 100 werden.

Von Svenja Mastroberardino


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Was meinen Sie, mit welchen Youngsters muss man in dieser Saison rechnen? Welcher Spieler schafft den enddültigen Durchbruch, wer eher nicht? Diskutieren Sie mit!

 
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